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Mittwoch, 05. Mai 2010

Eishockey A-B-C

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Aktuelle Berichte zur Eishockey-WM 2010 findest du hier!

Abseits: Ein Abseits liegt vor, wenn ein oder mehrere Spieler sich im gegnerischen (Verteidigungs-)drittel befinden, bevor der Puck die blaue Linie überschritten hat. Es gilt nicht, wenn die Scheibe von einem verteidigenden Spieler absichtlich in sein Verteidigungsdrittel zurückgespielt wird. Wichtig ist dabei, dass beide Schlittschuhe des Angreifers komplett die blaue Linie überfahren haben, bevor der Puck komplett über die Linie rutscht. Pfeift ein Schiedsrichter Abseits, wird das Spiel unterbrochen und es gibt ein Bully vor dem gegnerischen Drittel. Außnahme: Zeigt der Schiedsrichter ein „absichtliches Abseits“ gibt es Einwurf im Drittel der im absichtlichen Abseits stehenden Mannschaft.

Anspielpunkte und –kreise: Hier stellen sich die Spieler auf, um den Einwurf – Bully – auszuführen.

Assist: Vorlage zum Torschuss.

Assistent:
Spieler, der mit seinem Zuspiel dem Torschützen die Vorlage zum Torschuss gab. Er wird in der Scorerliste mitaufgeführt und vom Stadionsprecher bzw. Punktrichter mitgenannt.


Auszeit / Time out:
Jede Mannschaft kann während eines Spiels (inkl. Verlängerung) einmalig eine Auszeit von 30 Sekunden nehmen. Die Auszeit kann nur während einer Spielunterbrechung beantragt werden.

Blueliner: So nennt man meistens Verteidiger, die sich im Angriff an der gegnerischen blauen Linie aufstellen und meistens einen harten Distanzschuss aufzuweisen haben.

Bandencheck: Unkorrekter Angriff, der den Gegner zum Beispiel durch Bodycheck, Stockcheck, Ellbogencheck oder Beinstellen heftig gegen die Bande wirft. Bandencheck wird mit mindestens einer kleinen Strafe geahndet.

Behinderung: Ist ein Foul, das mit einer zweiminütigen Strafe belegt.

Bodycheck: Körpercheck. Erlaubter Stoß und Ausheben mit dem ganzen Körper ohne Schläger, besonders unter Einsatz der Schulter oder der Hüfte.

Broken Stick - gebrochener Schläger:
Bricht der Schläger eines Spielers muss dieser ihn sofort fallen lassen, damit er damit niemanden verletzen kann.

Bully: "Einwurf". Zwei Spieler stehen sich am Anspielpunkt gegenüber, die Scheibe wird vom Schieds- oder Linienrichter zwischen die Schläger geworfen.

Butt-Ending – Stockendenstoß: Ein Foul, das mit einer Strafe belegt wird.

Check: Auch Bodycheck genannt, ist generell erlaubt, wenn es ein sogenannter sauberer Check ist, das heißt mit angelegten Armen und ohne den Gegner mit dem Schläger zu verletzen. Verboten sind dagegen zum Beispiel der Check gegen den Kopf oder der Bandencheck von hinten.

DEL: Deutsche Eishockey Liga. Höchste deutsche Eishockeyliga, Profiliga.

Disziplinarstrafe: 10minütiger Spielausschluss eines Spielers, der sofort von einem Mitspieler ersetzt werden kann.

Drittel: Die 60 Minuten reine Spielzeit sind in je drei Drittel à 20 Minuten eingeteilt.

Empty Net Goal (leeres Netz Tor): Liegt eine Mannschaft mit einem Tor zurück, können die Trainer kurz vor Spielende bei einer Spielunterbrechung den Torwart vom Eis holen um in Überzahl zu spielen. Denn für den Torwart darf ein sechster Feldspieler auf das Eis – das Tor bleibt leer. Schießt die gegnerische Mannschaft dann ein Tor, nennt man das „Empty Net Goal“.

Fanghand: Die Hand des Torhüters, die nicht den Stock führt (Stockhand), sondern mit dem Fanghandschuh die Scheibe fängt oder abwehrt..

Forechecking: Spieltaktik, in der der Gegner schon sehr früh angegriffen wird, meist bereits in seinem Verteidigungsdrittel, um ihn am Aufbau seines Spiels zu stören. Forechecking wird häufig bei Überzahlspiel angewendet.

Goalkeeper / Keeper: Der Torwart. Er trägt eine besondere Ausrüstung und eine spezielle Maske. Der Torwart hat einen Fanghandschuh und eine besondere, dickere Kelle.

Halten: Foul, das mit einer Strafe belegt wird.

Haken: Foul, das mit einer Strafe belegt wird.

Hoher Stock:
liegt vor, wenn bei einem Check der Stock oder ein Teil davon über Schulterhöhe gehalten wird. Bestrafung: kleine Strafe (2 Minuten), bei Verletzung große (5 Minuten) und Spieldauer-Disziplinarstrafe.

Icing: Icing wird auch unerlaubter Weitschuss genannt. Dieser liegt vor, wenn die verteidigende Mannschaft den Puck aus ihrem Drittel schlägt und der Puck über drei Linien bis hinter das gegnerische Tor rutscht, ohne das ein Gegner ihn vorher berührt. Nach einem unerlaubten Weitschuss kommt ein Bully vor dem Tor der Mannschaft, die das Icing gespielt hat.

Kapitän: Der Kapitän hat meistens ein C für Captain. Er geht normalerweise zum Schiedsrichter, wenn es etwas zu klären gibt.

Strafen: Strafbank / auch Kühlbox genannt:
Für Fouls gibt es Zeitstrafen die normalerweise auf der Strafbank abgesessen werden müssen, Ausnahme: Matchstrafe, dann muss der Spieler die Halle verlassen. Bekommen je ein Spieler beider Mannschaften wegen deselben Fouls je 2 Minuten Strafe, spielen beide Mannschaften mit je 5 Feldspielern weiter.

Matchstrafe: Sofortiger Ausschluss für den Rest des Spiels. Der bestrafte Spieler kann nach 5 Minuten ersetzt werden.

Spieldauer-Disziplinarstrafe: Sofortiger Ausschluss für den Rest des Spieles. Der Spieler kann sofort von einem Mitspieler ersetzt werden.

NHL: die beste Eishockey Liga der Welt, die amerikanische National Hockey League.

Penalty:
Strafschuss, wird bei einem Regelverstoß, der eine eindeutige Torchance verhidert, gegeben. Ein Nachschuss ist nicht erlaubt.

Powerplay:
Überzahlspiel, druckvolles Angriffsspiel, das den Gegner in seinem Verteidigungsdrittel einschnürt. Powerplay wird fast immer bei Überzahl gespielt.

Puck: Hartgummi, 156 - 170 g schwer, Durchmesser 7,62 cm, Dicke 2,54 cm)

Referee / Schiedsrichter: Entweder es gibt einen oder auch zwei Hauptschiedsrichter. Diese zeigen die Strafen an. Außerdem gibt es noch zwei Linesman oder Linienrichter, die Abseits, Icing oder auch zu viele Spieler auf dem Eis anzeigen.

Schlagschuss: Der Puck wird mit der Stockschaufel so fest wie möglich geschlagen. Kann bis zu 160 Stundenkilometer schnell werden.

Stockcheck – Stock-Check: Regelverstoß, bei dem der Gegner mit dem Stock attackiert wird. Der Stock berührt dabei nicht das Eis und wird mit beiden Händen gehalten. Bestrafung: kleine (2 Minuten), große Strafe (5 Minuten)

Stockschlag: Foul, das mit einer Strafe belegt wird.

Stockstich: Foul, das mit einer Strafe belegt wird.

Strafbank: Je eine pro Mannschaft auf der Längsseite der Eishockeyfläche, gegenüber der Auswechselbänke. Hier müssen die Spieler. Die für ein Foul bestraft werden, die entsprechende Zeit Platz nehmen. Die Strafbank wird auch Kühlbox genannt.

Strafen: Je nach Regel und Schwere des Vergehens können folgende Strafen verhängt werden:
Kleine Strafe (2 Min.), große Strafe (5 Min.), Disziplinarstrafe, Spieldauer-Disziplinarstrafe, schwere Disziplinarstrafe, Matchstrafe

Unterzahl: Wenn eine Mannschaft einen oder mehr Spieler weniger auf dem Eis hat, nachdem ein oder mehrere eigene Spieler nach einem Foul auf der Strafbank Platz genommen hat/ haben.

Überzahl: Wenn eine Mannschaft einen oder mehr Spieler mehr auf dem Eis hat, nachdem ein oder mehrere Gegner nach einem Foul auf der Strafbank Platz genommen hat/ haben.

Wechsel: Grundsätzlich darf jede Mannschaft während des Spiels ihre Spieler auswechseln. Dies geschieht auf die Art und Weise, dass ganze Reihen (Verteidigung oder Sturm) fliegend ausgetauscht werden. Auch der Tormann darf das Tor jederzeit verlassen und durch einen Feldspieler ersetzt werden.

Zonen: Die Eisfläche ist durch blaue Linien in drei Zonen eingeteilt. Für eine Mannschaft ist direkt vor dem eigenen Tor die Abwehrzone, dann kommt die neutrale Zone und schließlich die Angriffszone.

(Zusammenstellung: Anja Bühling)