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Freitag, 30. Juli 2010
Halbfinalevon kinderrathaus |
Der Sportspatz schüttelt sein Gefieder, hebt die Flügel und macht sich startklar für den Flug zum Endspiel nach Bielefeld... Jippieh - die deutsche Mannschaft ist im Endspiel. Vor dem Spiel flatterte der Sportspatz doch recht aufgeregt auf und ab: Ob die deutschen Mädels das Halbfinalspiel gegen Südkorea auch wirklich ernst nehmen und es schaffen würden? Vor dem Spiel in Bochum, das nur 33 Kilometer von Duisburg entfernt liegt, wurde in einer Gedenkminute den Opfern der schrecklichen Ereignisse auf der Loveparade in Duisburg gedacht. Dann begann das Spiel. Schon nach wenigen Minuten war die Anspannung des Sportspatzen wie weggeblasen. Die deutsche Mannschaft nahm das Spiel sehr ernst. Der Führungstreffer gelang gegen stark spielende Südkoreanerinnen bereits in der 6. Spielminute durch Svenja Huth. Die Südkoreanerinnen hielten dagegen.
Die deutsche Mannschaft ließ nicht locker und drängte mit aller Macht auf das zweite Tor, das in der 26. Minute von Kim Kulig erzielt wurde. Zur Halbzeit führte Deutschland mit 2:0. Kaum zu glauben, aber das Sommermärchen könnte weiter gehen. Wer nun noch dachte, dass er um den Sieg zittern müsse, wurde von den deutschen Spielerinnen eines Besseren belehrt: Die deutsche Mannschaft machte da weiter, wo sie zur Halbzeit aufgehört hatte. Sie spielte beherzt nach vorn. Für ihren Mut wurde sie mit drei weiteren Toren von Alexandra Popp in der 50. Min., dem zweiten Treffer von Kim Kulig in der 53. Min. und einen von Alexandra Popp in der 67. Minute verwandelten Elfmeter, belohnt. Kurz vor dem verwandelten Elfmeter konnte die auffälligste Spielerin der Südkoreanerinnen Ji-So Yun in der 64. Min. das Ehrentor für Südkorea erzielen. Endstand 5: 1 für Deutschland. Damit ist Deutschland im Endspiel!
Torschützenkönigin PoppAlexandra Popp hat durch die zwei erzielten Tore ihr Trefferkonto bei der WM auf insgesamt 9 Tore ausbauen können. Die einzige verbliebene Konkurrentin um die Torjägerkrone ist damit Ji-So Yun aus Südkorea mit 7 erzielten Treffern. Wird Alexandra Popp neben der besten Torjägerin nun vielleicht auch noch zur besten Spielerin des WM-Turniers gewählt werden?
Telefonat mit Inka WeselyKurz nach dem Spiel wollte der Sportspatz den deutschen Fußballerinnen gratulieren und telefonierte mit der sympathischen Nationalspielerin Inka Wesely. Die Verständigung am Handy war dabei etwas schwierig - was aber einen guten Grund hatte: Inka Wesely war bereits mit dem Mannschaftsbus des deutschen Teams unterwegs ins Mannschaftsquartier. Könnt ihr euch nun denken, warum es kleine Schwierigkeiten beim Telefonieren gab? Im Bus herrschte eine Bombenstimmung! Klar, nach so einem überragenden Sieg. Die Spielerinnen feierten lautstark das tolle Spiel und den Einzug ins WM-Finale.
Inka Wesely:„Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und es hat nicht lange gedauert bis wir in Führung gegangen sind. Die Mannschaft hat keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass sie etwas erreichen will. Wir sind stolz und glücklich und freuen uns, am Sonntag das Finale in Bielefeld bestreiten zu dürfen. Die hohen Erwartungen an unsere Mannschaft konnten wir bislang mit dem Einzug ins Finale erfüllen. Aber jetzt geht's erstmal ins Hotel. Die Spielerinnen, die heute gespielt haben, werden relaxen. Danach wird auch etwas gefeiert. Ab Freitag geht es dann mit den Vorbereitungen für das nächste Spiel weiter. Wir sehen uns in Bielefeld!“
Der Sportspatz bedankt sich für das exklusive Telefonat aus dem Bus - inklusive ansteckender Mannschaftsstimmung. Für das Endspiel drücken wir der deutschen Mannschaft die Daumen.
Der nächste Gegner ist Nigeria
Endspielgegner der deutschen Mannschaft ist Nigeria. Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft von Nigeria, die von ihren Fans fröhlich gefeiert wurde.
Die körperlich robusten und gut organisierten Nigerianerinnen setzten sich mit einem 1:0 gegen die Kolumbianerinnen durch. Der entscheidende Treffer wurde bereits in der 2. Spielminute durch Ebere Orji erzielt. Danach hatten beide Mannschaften mehrere Gelegenheiten, den Ausgleich oder den zweiten Treffer zu erzielen. Auf kolumbianischer Seite machte sich im gesamten Spielverlauf das Fehlen der für das Halbfinale gesperrten Spielerin Lady Andrade bemerkbar.
Am Sonntag dürfen die kolumbianischen und südkoreanischen Fans ihre Mannschaften im Spiel um den dritten Platz weiter anfeuern und feiern.
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Svenja Huth und Kim Jin Young / Foto: Nora Kruse, ff-archiv.de
Auf ins Finale nach Bielefeld / Foto: Nora Kruse, ff-archiv.de

Desire OPERANOZIE (9) auf dem Weg in den gegnerischen Strafraum
Ingrid VIDAL (7) auf dem Weg in den gegnerischen Strafraum





