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Freitag, 04. September 2009
Krawalle in Mannheimvon Sowieso | Onlinezeitung für junge Leser
Beim Fußballspiel zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern ist es zu schweren Krawallen gekommen. Das Spiel endete 0:2. Doch damit hatten die Ausschreitungen nichts zu tun. Die Mannheimer und die Kaiserslauterner Fans sind traditionell nicht gut aufeinander zu sprechen. Es war das erste Mal seit acht Jahren, dass die beiden Mannschaften wieder in einer Liga aufeinandertrafen. Der Krawall begann in der Halbzeitpause. Mannheimer Fans fingen an, Steine, Äste und Verkehrsschilder auf die Polizisten zu werfen, die das Spiel sichern sollten. In der zweiten Halbzeit waren die Kaiserslauterner am Zuge. Sie feuerten Raketen ab und zündeten Feuerwerkskörper. Dadurch gerieten Büsche und Toiletten in Brand. Der Schiedsrichter - selbst Polizeibeamter - unterbrach das Spiel für 20 Minuten. Schließlich musste das Stadion abgeriegelt werden, damit die Polizei die Schlägereien unter Kontrolle bekam. Bei der Abfahrt der Gäste wurden am Bahnhof Wasserwerfer eingesetzt. Die Bilanz: Acht Polizisten wurden verletzt, 36 Randalierer festgenommen. Insgesamt entstand ein Schaden von rund 50.000 Euro. Der Mannheimer Trainer kritisierte vor allem den Deutschen Fußballbund (DFB), der den Termin für das Spiel festgelegt hatte. An diesem Abend hatte nämlich die 2. Mannschaft aus Kaiserslautern spielfrei. So kamen zusätzliche Fans zu diesem Spiel. Da die Feindschaft zwischen den Fans beider Mannschaften bekannt ist, hätte man die Krawalle verhindern können, meint der Trainer.
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