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Montag, 11. Januar 2010

Afrika-Cup ohne Fußballer aus Togo

von Sowieso | Onlinezeitung für junge Leser

Die Nationalmannschaft von Togo nimmt nicht am Afrika-Cup in Angola teil. Togos Premierminister hat die Spieler mit einem Machtwort nach Hause gerufen. Das Team hatte sich zuvor offenbar entschieden, trotz des blutigen Überfalls auf seinen Mannschaftsbus anzutreten. Der Bus des Teams Togo war bei der Anreise zum Spielort Cabinda von schwer bewaffneten Rebellen angegriffen worden. Drei Menschen starben im Kugelhagel, der Torhüter der Mannschaft liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Die übrigen Spieler stehen vermutlich unter Schock. Während des Überfalls kauerten sie unter den Sitzen und bangten um ihr Leben. +++++ "Es ist das Beste, nicht in Angola zu bleiben. Es sind Menschen getötet worden." So begründet die Regierung Togos die Rückrufaktion an ihre Nationalspieler. Der Afrika-Cup wurde wegen des Vorfalls nicht abgesagt; vor dem Eröffnungsspiel wurde allerdings mit einer Schweigeminute der Opfer gedacht. Die Region Cabinda gilt seit mehr als dreißig Jahren als von Angola besetzt. Seitdem kämpfen Rebellen gewaltsam für die Unabhängigkeit. Cabinda ist begehrt, weil es dort viel Öl gibt. Das Organisatoren des Afrika-Cups wussten um die Unsicherheit in der Region. Deshalb sollte eigentlich kein Team mit dem Bus durch ländliches Gebiet anreisen. Man wisse nicht, was Togo bewogen hat, es trotzdem zu tun, hieß es.