Samstag, 13. Februar 2010
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Sowieso | Onlinezeitung für junge Leser
In der kanadischen Stadt Vancouver sind die Olympischen Winterspiele eröffnet worden. Bei der großen Show ging es nicht nur fröhlich zu. Denn kurz zuvor war ein Rodler aus Georgien bei einer Trainingsfahrt auf der Olympiabahn tödlich verunglückt. Die Sportler aus aller Welt und die Besucher der Eröffnungsfeier gedachten seiner in einer Schweigeminute. Dabei wurde die olympische Flagge auf halbmast gesetzt.

Das Maskottchen der Spiele, Ilanaaq. Solche Statuen bauten die Ureinwohner Kanadas.
Kanada richtet zum dritten Mal Olympische Spiele aus. Nicht alle Kanadier sind davon begeistert. Denn es ist vorauszusehen, dass Vancouver auf einem Berg Schulden sitzenbleiben wird. Viele Wettkampfstätten und Straßen wurden neu gebaut. Wenn die Einnahmen aus dem Verkauf der Eintrittsarten und der Fernsehrechte nicht reichen, müssen Steuergelder dafür verwendet werden. Proteste gegen die Spiele gab es im Vorfeld auch von den kanadischen Indianern. Die vier Stämme, die es gibt (Lil'wat, Musqueam, Squamish und Tsleil-Waututh) bezeichnen sich selbst als First Nations. Auf ihrem Gebiet wurden einige der Sportstätten gebaut. Dafür bekommen sie nun einen finanziellen Ausgleich, der in bessere Schulen, Sportplätze und Jultureinrichtungen fließen soll. Die Olympischen Spiele dauern bis Ende Februar. Insgesamt gehen 2700 Teilnehmer aus 82 Ländern an den Start, mehr als jemals zuvor. 86 Gold-Medaillen sind zu vergeben - und natürlich genau so viele Medaillen in Silber und Bronze. Die deutschen Sportler rechnen sich gute Chancen aus, viele davon zu gewinnen.