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Donnerstag, 24. Juni 2010

Nationalmannschaft blamiert Frankreich

von Sowieso | Onlinezeitung für junge Leser

Die französische Fußball-Nationalmannschaft steckt in einer Krise. Das hat dazu geführt, dass sich jetzt die Sportministerin des Landes und sogar Präsident Nicolas Sarkozy äußern. Beide rufen dazu auf, dass die Fußballprofis im Nationaltrikot zur Besinnung kommen und "in Würde und Verantwortung" ihre Aufgabe erfüllen.

Dabei geht es schon längst nicht mehr um sportliche Ziele. Nach einem Unentschieden gegen Uruguay und einer Niederlage gegen Mexiko hat die Mannschaft kaum noch Chancen, die nächste Runde zu erreichen. Was wiederhergestellt werden soll, ist der gute Ruf der Mannschaft - und des ganzen Landes.

Nach der Niederlage gegen Mexiko hatte zunächst Nicolas Anelka den Trainer schwer beleidigt. Daraufhin wurde der Spieler nach Hause geschickt. Das ärgerte die anderen Spieler. Sie weigerten sich am darauf folgenden Tag, zum Training zu erscheinen. Der umstrittende französische Trainer Raymond Domenech befürchtet sogar, dass manche Spieler beim letzten Vorrundenspiel gegen Südafrika streiken könnten.

Die Sportministerin, die sich zur Zeit in Südafrika aufhält, hat sich mit der Mannschaft getroffen und ihr ins Gewissen geredet. Eine Nationalmannschaft müsse ein Vorbild sein, weil gerade viele Kinder sie als Helden verehrten.