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Dienstag, 17. Januar 2012

Kinderhandel im Fußball?

von Sowieso | Onlinezeitung für junge Leser

In der Fußball-Bundesliga wird heftig gestritten. Es geht um die Frage, ob ein Verein 13-jährige Spieler von einem anderen Verein abwerben darf. Genau dies haben nämlich der VfL Wolfsburg und 1899 Hoffenheim getan. Das wird von anderen Trainern und beim DFB kritisch gesehen. Manche sprechen sogar von Kinderhandel.
1899 Hoffenheim hat dem 13-jährigen Nico Franke aus Berlin einen Vertrag gegeben. Er wird nun während des Schuljahrs umziehen und künftig in Zuzenhausen im Fußball-Internat wohnen. Seine Mutter und seine Geschwister ziehen nicht mit um. Der ebenfalls 13-jährige Alexander Laukat soll im Sommer von Hamburg nach Wolfsburg ziehen.

Diejenigen, die jetzt sagen, das sei Kinderhandel, argumentieren mit dem Wohl der jungen Spieler. Eine Trennung von der Familie in diesem Alter sei für die Kinder sehr schwierig. Außerdem sei es zu früh, um mit Sicherheit zu erkennen, ob ein Kind wirklich eine Chance hat, in der Bundesliga zu landen. Die Fußball-Internate der Bundesliga-Vereine nehmen normalerweise Jugendliche ab 16 Jahren auf.
Hinter ihren Argumenten steht aber auch die Konkurrenz unter den Vereinen. Die Kritiker haben Angst, dass ihnen andere die Talente wegschnappen. Früher galt das als unfein und wurde nicht gemacht. Heutzutage halten sich manche Vereine nicht daran. Sie argumentieren, dass sie sich auf die bestmögliche Art um talentierte Kinder kümmern wollen.