Brustschwimmen

Das Brustschwimmen ist eine Schwimmtechnik des Schwimmsports, bei der man auf dem Bauch liegt, beide Arme und Beine in einer Kreisbewegung zum Körper zieht und sich dann wieder abstößt – ähnlich der Schwimmbewegung eines Frosches.

Geburtsstunde des Brustschwimmens

Die Fähigkeit des Menschen zu schwimmen ist fast so alt wie das Laufen. Schon auf alten Vasen der Antike fand man Abbildungen von Schimmern. Bei den alten Griechen gab es Schwimmlehrer, die ihren Schülern Schwimmhilfen aus Binsen oder aus Kork umlegten, damit die nicht so schnell untergingen.

Als Erfinder des Brustschwimmens gilt der Kriegsminister von Preußen Ernst von Pfuel. Er gründete 1810 die erste militärische Schwimmschule der Welt. Das Brustschwimmen hielt er für die beste aller Schwimmtechniken.

Er verglich nämlich den Körper eines Menschen mit dem eines Frosches: „Der Frosch ist ein vortrefflicher Schwimmer, und unser Lehrmeister ist gefunden, denn die Beschaffenheit seines Körpers ähnelt in den Teilen, welche hauptsächlich zum Schwimmen nothwendig sind, sehr der des Menschen.“

 

Die Technik

Das Brustschwimmen lernt man meist als erste Schwimmtechnik. Der Körper befindet sich zuerst in der so genannten Gleitlage: Die Arme werden bei dieser Sportart unter der Wasseroberfläche vor dem Körper ausgestreckt. Dabei berühren sich die beiden Handinnenflächen.

Die Beine sind nach hinten ausgestreckt. Im zweiten Schritt schiebt sich der Schwimmer durch das seitliche wegschieben des Wassers nach vorn. Dabei unterstützen ihn die Beine. Dann gleitet man kurz aus.

Beim Wettkampf ist der Brustschwimmstil allerdings einer der schwierigsten: Der Schwimmer muss nämlich das richtige Rhythmusgefühl entwickeln, um optimal vorwärts zu kommen. Bist du am Ende der Bahn angekommen, musst du eine Brustwende machen. Dazu berührst du mit der einen Hand den Beckenrand, ziehst die Knie an, neigst den Oberkörper vom Beckenrand weg und stößt dich dann mit den Füßen kräftig vom Rand ab, um genügend Schwung für die neue Bahn zu bekommen. Die Arme streckst du dabei gerade nach vorn vor den Kopf.

 

Die Strecke

Brustschwimmen wird im Wettkampf auf unterschiedlich langen Bahnen geschwommen. Es gibt die Kurzbahnen mit 25 Meter Länge und die Langabahnen mit 50 Metern Länge. Die kürzeste Wettkampfstrecke sind die 50 Meter, dann folgen die 100 und anschließend die 200 Meter, die entweder auf Kurz- oder Langbahnen geschwommen werden.

Gestartet wird von einem Startblock mit einem Startsprung ins Wasser: Die Arme werden dabei über dem Kopf gestreckt, anschließend darf man maximal 15 Meter tauchen. Die Zeit wird nach dem Schwimmen gestoppt, wenn der Schwimmer den Beckenrand mit seiner Hand berührt.