Judo

Judo ist eine japanische Zweikampf-Sportart und bedeutet übersetzt ‚sanfter Weg‘. Im Gegensatz zu vielen anderen Kampfsportarten gibt es hier keine Tritt- oder Schlagtechniken. Die Kämpfer versuchen lediglich durch Würfe, Halte- und Würgetechniken sowie Armhebel ihr Gegenüber zur Aufgabe zu zwingen.

Geburtsstunde des Judo

Geburtsstunde des Judo Die Wurzeln von Judo reichen über 1700 Jahre zurück. Damals gab es Ringkämpfe zwischen Kämpfer verschiedener Provinzen. Diese Tradition hielt sich lange Zeit und erst im 20. Jahrhundert wurde Judo zu dem was es heute ist. Abgeleitet aus anderen Kampfsportarten, entfernte man Waffen und verbat Schläge und Tritte.

So entstand das heutige Judo, welches schnell auf der ganzen Welt verbreitete. Bei den Olympischen Spielen in Tokio 1964, war Judo erstmals bei Olympia zu sehen.

 

Die Kampfkunst

Judo wird als Lehre für Körper und Geist betrachtet. Der Schwerpunkt liegt in der körperlichen Ertüchtigung, nicht unbedingt in der Selbsverteidigung. Oberste Regel beim Judotraining ist das gegenseitige Helfen und Verstehen.

Es werden hauptsächlich Würfe, Halte- und Würgetechniken sowie Armhebel trainiert. Ziel ist es, den Gegner durch diese Techniken, auf den Rücken zu werfen. Dazu braucht es vor allem Kraft und Schnelligkeit. Je deutlicher der Gegner dabei auf den Rücken fällt, umso besser ist die Wertung der Kampfrichter.

Im Erwachsenenbereich dauert der Kampf maximal fünf Minuten, im Kinder- und Jugendbereich dauert er zwischen zwei und vier Minuten. Wer am Ende die besseren Wertungen erzielt hat, hat den Kampf gewonnen.

 

Wettkampffläche

Gekämpft und trainiert wird auf mittelharten Matten. Auf der Matte befinden sich eine Kampffläche und eine Sicherheitsfläche. Die Kampffläche ist zwischen 7x7 Meter und 10x10 Meter groß sind.

Bei internationalen Wettkämpfen ist sie 8x8 Meter groß. Damit die Kämpfer sich nicht verletzen wenn sie durch Attacken mal die Kampffläche überschreiten.