Skilanglauf

Der Skilanglauf ist nicht nur bei Spitzensportlern, sondern auch bei Freizeitsportlern sehr beliebt. Er gehört zu den Ski alpin Sportarten Man braucht Skier, Skischuhe und Skistöcke. Beim Wettkampf versucht man eine Strecke so schnell wie möglich zurückzulegen.

Geburtsstunde des Langlaufs

Das Laufen auf Skiern über Schnee entwickelte sich in den Ländern, in denen in den Wintermonaten viel Schnee lag: In Norwegen, Schweden und Finnland. Die Menschen brauchten ein Fortbewegungsmittel, mit dem sie auch im Winter größere Strecken zurücklegen konnten, ohne im Schnee stecken zu bleiben.

Den ältesten Ski hat man in Schweden gefunden: Er ist etwa 4500 Jahre alt. Der ursprüngliche Ski bestand aus einfachen Holzbrettern oder geflochtenen Weidenzweigen. Erst seit einigen Jahren werden Skier auch aus Metall Glasfaser oder Kunststoff angefertigt.

Seit 1924 gibt es neben den olympischen Sommerspielen auch die olympischen Winterspiele, bei denen vor allen Dingen Skiwettbewerbe ausgetragen werden.

Der Ski

Langlaufski sind je nach Körpergröße und Gewicht des Skiläufers unterschiedlich lang. Die Skigröße liegt zwischen 10-20 cm unter oder über der Körpergröße des Skifahrers.

Wenn du gerade mit dem Langlauf beginnst, sollte dir der Ski also mindestens bis zur Nasenspitze reichen. Weil der Läufer sich beim Langlauf sowohl abstoßen, als auch gleiten muss, ist der klassische Langlaufski an seiner Unterseite in der Mitte, also dort wo der Fuß sitzt, aufgeraut oder geschuppt.

An seiner Spitze und seinem Ende ist er glatt. Außerdem ist der Ski in der Mitte durch die Skispannung nach oben gebogen. Diese so genannte Steigzone mit ihrer rauen Unterseite verzahnt sich nur mit dem Untergrund, wenn man sich abstößt. Sonst gleitet der Ski auf der vorderen und hinteren Gleichfläche. An seiner Spitze ist der Ski nach oben gebogen, damit man sich nicht in Hindernissen verfängt. Seit Mitte der 1980er Jahre gibt es auch spezielle Skating Skier, die kürzer sind und keine so starke Steigzone mehr haben, oder Kombinationen aus beiden.

Außerdem braucht man beim Langlauf zwei Skistöcke, mit deren Hilfe man Halt hat und sich außerdem vorwärts schiebt. Für die Länge des Skistocks gilt die Faustregel: Der Skistock sollte etwa 85 Prozent der eigenen Körpergröße messen. Wenn man skatet kann der Stock auch länger sein.

Die Technik

Bis in 1980er Jahre wurde vor allen Dingen in der klassischen Langlauftechnik gefahren. Zu dieser Technik gehört der Diagonalschritt, bei dem Arm und Bein abwechselnd nach vorn und hinten schwenken.

Außerdem der Halbgrätenschritt und der Grätenschritt, bei dem die Skier nach schräg außen gesetzt werden und der vor allem bei Anstiegen benutzt wird. Seit einigen Jahren hat sich die Skate - Technik durchgesetzt: Die Skier werden dabei wie beim Schlittschuhlaufen versetzt gesetzt.

Die Langlaufstrecke

Bei der ersten Variante fährt man mit parallelen Skiern auf gespurten Loipen. Das sind präparierte Schneestrecken speziell für den Skilanglauf. Je nach Fahrstil gibt es eine klassische Loipe mit zwei parallelen Spurrillen für die klassische Fahrtechnik und Skatingtrassen.

Diese sind etwa 4 Meter breit und die aus fest gewalztem Schnee bestehen. Meist sind Loipen je nach Länge und Schwierigkeitsgrad farbig gekennzeichnet: Leichte Loipen sind meist grün, schwere schwarz oder rot.

Rekorde im Langlauf

Beim Langlauf ist Norwegen die erfolgreichste Nation. Die erfolgreichste olympische Skilangläuferin ist die Russin Jelena Välbe, die in 8 Jahren 14 Goldmedaillen gewonnen hat. Der erfolgreichste Mann ist der Norweger Bjørn Daehlie mit 9 Goldmedaillen.