Reiten

Beim Reiten bewegt sich der Menschen auf dem Rücken eines Tieres, hauptsächlich eines Pferdes, fort. Dabei ist nicht nur das Reittier, sondern auch der Reiter aktiv. Das Tier wird nämlich durch bestimmte Befehle und Hilfen des Menschen zu bestimmten Bewegungen angeregt.

Geburtsstunde des Reitens

Die Beziehung zwischen Mensch und Pferd ist schon sehr alt. Die ersten Pferde wurden vermutlich bereits vor 5000 Jahren gezähmt und an den Menschen gewöhnt – man sagt auch domestiziert. Dabei gab es schon damals verschiedenste Pferderassen.

Die störrischen Urponys oder Nordlandtypen konnten vom Menschen zwar zu Zugpferden, aber nicht zu Reitpferden erzogen werden. Der so genannte Ramskopftyp ließ es dagegen zu, dass man auf ihm ritt. Er zählt deswegen zu den Vorfahren der heutigen Dressurpferde. In den Wüstenregionen wurden die Urvollblüter von den Arabern domestiziert.

Diese Pferde waren sehr temperamentvoll, aber dennoch sehr anhänglich und wurden von den Nomaden auf ihren Wüstenwanderungen sowohl als Reit-, als auch als Lasttiere genutzt. Später wurden Pferde auch für Freizeit- oder Sportzwecke eingesetzt. Am bekanntesten sind wohl die Wagenrennen und Reiterspiele der Antike, oder die Jagd zu Pferde im Mittelalter. Aber auch zu Kriegszeiten wurde das Pferd leider oft eingesetzt.

Seit 1900 ist das Reiten olympisch. Damals gehörte dazu das Jagdspringen, bei dem man über eine möglichst hohe Hürde springen musste, der Weitsprung zu Pferde, das Gespannfahren und das Vorführen von Reitpferden – einer frühen Form des Dressurreitens.

Der Lauf

Es gibt nicht nur zahlreiche verschiedene Techniken und Disziplinen, die im Pferdesport trainiert werden, sondern auch unterschiedliche Pferdearten. Man unterscheidet im Allgemeinen nach der Größe in Pferde oder Ponys.

Gerade Kinder lernen das Reiten oft auf den kleineren Ponys. Und: Nicht jedes Pferd eignet sich zum Reiten! Gute Reitpferde sind Voll- und Warmblüter, Kaltblüter sind zum Reiten weniger geeignet. Das besondere beim Pferdesport ist, dass der Reiter zum einen mit der Bewegung des Pferdes mitgeht, und gleichzeitig das Pferd durch den Druck seiner Oberschenkel, Gewichtsverlagerung, durch den Einsatz der Zügel oder auch seine Stimme lenkt.

Außerdem treten Frauen und Männer in den Wettkämpfen gleichberechtigt gegeneinander an. Mit Ausnahme des Voltigierens.

Folgende Pferdesportarten gibt es

Dressurreiten (olympisch)

Springreiten (olympisch)

Geländereiten

Vielseitigkeit (olympisch)

Voltigieren

Westernreiten

Reitspiele

Übrigens kann man nicht nur auf Pferden reiten. Auch das Reiten auf Eseln, Maultieren, Kamelen, Dromedaren oder Lamas, sowie das Reiten auf Elefanten, Straußen und Bullen beim Rodeo sind bekannt und in verschiedenen Regionen der Welt verbreitet.

Die Laufstrecke

Ganz allgemein unterscheidet man beim Pferdesport zwischen Sportarten, die im freien Gelände ausübt und Sportarten, die man auf bestimmten Bahnen, in Hallen oder auf Sprungparcours reitet.

Rekorde im Reiten

Der erfolgreichste Dressurreiter ist der Deutsche Reiner Klimke, der mit seinen Pferden zwischen 1964 und 1988 sechs Goldmedaillen bekam. Sein bestes Pferd war Ahlerich, ein westfälischer Wallach.

Der beste Sprungreiter in der Geschichte der olympischen Spiele der Neuzeit ist Hans Günther Winkler, der zwischen 1956 und 1976 sechs Goldmedaillen auf seiner Stute Halla holte.

Der beste Vielseitigkeitsreiter war Charles Pahud de Mortanges aus Frankreich. Er bekam zwischen 1924 und 1932 vier Goldmedaillen.