Ski-Alpin

Ski alpin ist ein Sammelbegriff für Wettkampfsportarten, bei der die Sportler auf einer gekennzeichneten Skipiste an einem relativ steilen Hang Hindernisse umfahren müssen.

Dazu zählen der Abfahrtslauf, der Super-Riesenslalom (Super-G), der Slalom und der Riesenslalom sowie die nordische Kombination: Eine Mehrkampf - Verbindung aus Abfahrt und Slalom.

Geburtsstunde des Ski alpin

Die Vorläufer des alpinen Skilaufs waren der Langlauf und das Skispringen. Deren Sprungtechniken und die Laufarten wurden von Skiläufern Ende des 19. Jahrhunderts an den steileren Hängen in Mitteleuropa zu einer neuen Technik verbunden. Daher auch der Name alpin: Die Hänge in den Alpen und anderer Hochgebirge sind steiler als beim Ski nordisch.

Der Schweizer Mathias Zdarski passte den Langlaufski um 1900 an das Geländer der Alpen an: Der Ski wurde mit einer festen Schlaufe versehen, so dass er nicht so schnell vom Fuß rutschen konnte. Außerdem wurde der Fuß mit einer Stahlsohle abgefedert, damit der Skifahrer kleine Bodenwellen einfacher ausgleichen konnte. Allerdings hatte er nur einen Skistab, mit dem er sich abstieß.

Erst später kam der zweite Skistab dazu. 1921 organisierte der Engländer Arnold Lunn in Mürren in der Schweiz die ersten britischen Meisterschaften im Slalom und in der Abfahrt. Die Regeln, die er dabei festlegte, sind bis heute im Ski alpin gültig.

Ski alpin allgemein

Ski Alpin besteht aus vier verschiedenen Untersportarten: Bei zwei Disziplinen Abfahrtslauf und beim Super-Riesenslalom (Super-G) geht es um Geschwindigkeit und damit um Kraft und Ausdauer. Bei den anderen beiden Disziplinen Slalom und Riesenslalom geht es vor allem um Reaktionsschnelligkeit und um die Technik.

Kombiniert werden diese beiden Anforderungen im Mehrkampfsport der alpinen Kombination. Bei allen Disziplinen gilt bei Wettkämpfen mittlerweile eine Helmpflicht.

Alle fünf Ski alpin Disziplinen haben eine ähnliche Rennstrecke: Eine abgesteckte Renn-Skipiste, die an den Seiten mit Fangnetzen zum Schutz der Fahrer eingefasst ist, und die mit Hindernissen, den Toren, gespickt ist.

Ja nach Disziplin ändert sich die Pistenlänge, die Anzahl der Tore und deren Anordnung und der Höhenunterschied, den die Skifahrer zurücklegen müssen.

Die Regeln und große Wettkämpfe des Ski alpin werden vom Internationalen Skiverband (FIS) festgelegt und organisiert.

Der Ski

Wie für den Langlauf und für den Skisprung gibt es auch beim Ski alpin einen speziellen Ski: Der Alpinski ist etwa 10 cm breit und hat eine Stahlkante. Heute fährt man vor allen Dingen mit so genannten Carving Skiern. Weil man aber bei jeder alpinen Sportart Ski unterschiedliche Fahransprüche hat, gibt es aber auch hier Unterscheidungen.

So gibt es Rennski, Slalomski und Freestyle-Ski. Beim Abfahrtslauf ist muss der Ski bei Männern eine Länge von mindestens 215, bei Frauen von mindestens 210 cm haben. Beim Slalom und Riesenslalom ist der Ski härter als bei den anderen Ski alpin Disziplinen.

Beim Riesenslalom der Männern müssen die Ski mindestens 185 und bei Frauen mindestens 180 cm lang sein. Beim Slalom wurden für Männer 165 und für Frauen 155 cm festgelegt. Für Kinder und Ski-Anfänger gibt es ebenfalls spezielle Skiarten.

Rekorde im Ski alpin

Der erfolgreichste Ski alpin – Läufer ist der Österreicher Anton („Toni“) Sailer. Er war zwischen 1946 bis 1958 sieben Mal Weltmeister und hat acht Gold- und eine Silbermedaille gewonnen.

Die erfolgreichste Ski alpin Frau ist Deutsche Christl Cranz, die zwischen 1934 und 1939 12 Mal Weltmeisterin wurde und 12 Gold- und drei Silbermedaillen gewann.