Ski-Nordisch

Die nordische Kombination umfasst alle Sportarten, die ursprünglich aus Skandinavien kommen und auf schneereichem flachem oder hügeligem Gelände ausgetragen werden.

Dazu gehören das Skispringen und -fliegen, der Skilanglauf und der Mehrkampf „nordische Kombination“, bei dem sowohl man sowohl im Skisprung als auch im Langlauf gegeneinander antritt.

Geburtsstunde des Ski Nordisch

Das Laufen auf Skiern über Schnee entwickelte sich in den Ländern, in denen in den Wintermonaten viel Schnee lag: In Norwegen, Schweden und Finnland. Die Menschen brauchten ein Fortbewegungsmittel, mit dem sie auch im Winter größere Strecken zurücklegen konnten, ohne im Schnee stecken zu bleiben.

Den ältesten Ski hat man in Schweden gefunden. Er ist etwa 4500 Jahre alt. Der ursprüngliche Ski bestand aus einfachen Holzbrettern oder geflochtenen Weidenzweigen. Erst seit einigen Jahren werden Skier auch aus Metall Glasfaser oder Kunststoff angefertigt.

Das Skispringen ist nicht so alt: Es entstand vermutlich zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Norwegen. In der norwegischen Provinz Telemark sprangen die Menschen mit Holzskiern über kleine Hügel und Unebenheiten und fanden Gefallen an dieser ungewöhnlichen Sportart.

1879 fand so in Oslo der erste Sprungwettbewerb statt. Seit 1924 gibt es neben den olympischen Sommerspielen auch die olympischen Winterspiele, bei denen vor allen Dingen Skiwettbewerbe ausgetragen werden.

Ski nordisch allgemein

Zu den Wettbewerben der nordischen Kombination zählen der Langlauf und das Skispringen mit dem Skifliegen. Da es beim Ski nordisch unterschiedliche Sportarten gibt, unterscheiden sich auch die Skier in ihrer Form und ihrem Gebrauch.

So gibt es spezielle Langlaufskier und spezielle Sprungskier. Anders als bei Skiern des Ski alpin sind beide Skiarten nur an der Spitze des Schuhs festgemacht – die Ferse ist frei beweglich.

Die Ski

Langlaufski sind je nach Körpergröße und Gewicht des Skiläufers unterschiedlich lang. Die Skigröße liegt zwischen 10-20 cm unter oder über der Körpergröße des Skifahrers. Wenn du gerade mit dem Langlauf beginnst, sollte dir der Ski also mindestens bis zur Nasenspitze reichen. Weil der Läufer sich beim Langlauf sowohl abstoßen, als auch gleiten muss, ist der klassische Langlaufski an seiner Unterseite in der Mitte, also dort wo der Fuß sitzt, aufgeraut oder geschuppt.

An seiner Spitze und seinem Ende ist er glatt. Außerdem ist der Ski in der Mitte durch die Skispannung nach oben gebogen. Diese so genannte Steigzone mit ihrer rauen Unterseite verzahnt sich nur mit dem Untergrund, wenn man sich abstößt. Sonst gleitet der Ski auf der vorderen und hinteren Gleichfläche. An seiner vorderen Spitze ist der Ski nach oben gebogen, damit man sich nicht in Hindernissen verfängt.

Seit Mitte der 1980er Jahre gibt es auch spezielle Skating Skier, die kürzer sind und keine so starke Steigzone mehr haben, oder Kombinationen aus beiden. Außerdem braucht man beim Langlauf zwei Skistöcke, mit deren Hilfe man Halt hat und sich außerdem vorwärts schiebt. Für die Länge des Skistocks gilt die Faustregel: Der Skistock sollte etwa 85 Prozent der eigenen Körpergröße messen. Wenn man skatet kann der Stock auch länger sein.

Die Sprungskier bestehen aus mehrschichtigem Kunststoff, sind etwa 2,50 Metern lang, 20 cm breit und wurden speziell für die Skisprungschanzen entwickelt. Laut Wettkampfregeln darf die Skigröße allerdings 146% der Körpergröße des Sportlers nicht überschreiten.

Rekorde im Ski Nordisch

Beim Langlauf ist Norwegen die erfolgreichste Nation. Die erfolgreichste olympische Skilangläuferin ist die Russin Jelena Välbe, die in 8 Jahren 14 Goldmedaillen gewonnen hat. Der erfolgreichste man ist der Norweger Bjørn Daehlie mit 9 Goldmedaillen.

Den Weltrekord im Skifliegen der Männer hält der Norweger Bjørn Einar Romøren mit 239 Metern. Bei den Frauen hat die Österreicherin Daniela Iraschko mit 206 Metern die Nase vorn.