Handball

Handball ist neben dem Fußball die beliebteste Mannschaftssportart in Deutschland. Außer dem klassischen Handballspiel in der Halle, gibt es mittlerweile auch Vereine, die Beachhandball oder Feldhandball anbieten.

 

 

Geburtsstunde des Handballspiels

Das Handballspiel erfand der Berliner Oberturnwart Max Heiser. 1915 entwarf er das „Torballspiel“. Damit wollte er vor allem Mädchen und Frauen zu Ballspielen animieren und eine Alternative zum Fußball schaffen. Geburtstag des Handballspiels ist der 29. Oktober 1917. Max Heiser taufte an diesem Tag sein erfundenes Torballspiel in „Handball“.

Handball ist neben dem Fußball die beliebteste Mannschaftssportart in Deutschland. Außer dem klassischen Handballspiel in der Halle, gibt es mittlerweile auch Vereine, die Beachhandball oder Feldhandball anbieten.

 

Das Spiel

Ein Spiel dauert zwei mal 30 Minuten. Beim Handball für Kinder ist die Spielzeit kürzer. Manchmal geht es ganz schön rabiat zu, denn Körperkontakt ist nicht verboten. Man kann dem Gegner einen Ball wegspielen oder ihn blockieren. Allerdings gibt es auch klare Regeln: So ist es zum Beispiel verboten, einen anderen Spieler festzuhalten, wegzudrängen, ihn anzuspringen, anzurempeln oder ihn zu umklammern.

Das besondere am Handball ist, dass der Ball hauptsächlich geworfen wird. Nur drei Schritte darf ein Spieler mit dem Ball in der Hand machen, dann muss er den Ball abgeben. Dribbelt er mit dem Ball, dann kann der Spieler den Ball länger in seinem Besitz behalten.

 

Die Mannschaft

Eine Handballmannschaft besteht aus bis zu 14 Feldspielern: Von diesen dürfen allerdings höchstens sieben Spieler auf dem Feld stehen. Einer dieser Spieler ist der Torwart, die anderen sind Feldspieler. Trotzdem kann der Torwart jederzeit die Position eines Feldspielers einnehmen. Die Spieler können ohne Anmeldung beim Schiedsrichter während des Spiels ausgewechselt werden. Daher stammt auch die Bezeichnung „fliegender Wechsel“.

Die Feldspieler unterteilen sich in Abwehrspieler und Angriffsspieler. Es gibt einen linken Flügel und einen rechten Flügel, außerdem einen Rückraum links und einen Rückraum rechts. In der Kreismitte steht der Kreisspieler. Er muss die meisten Angriffe aufs gegnerische Tor starten und hat es oft mit den gefährlichen Abwehrspielern zu tun.

 

Das Spielfeld

Das Spielfeld ist ein Rechteck mit den Maßen 20 mal 40 Meter. An den kurzen Seiten, auch Torauslinien genannt, stehen sich zwei Netztore gegenüber – die sind 3 Meter breit und 2 Meter hoch. Im Halbkreis um das Tor herum befindet sich der Torraum. Er wird von der Torraumlinie oder 6-Meter-Linie begrenzt. Weder er noch die Linie darf von den Feldspielern betreten werden.

Daneben gibt es in einem Halbkreisbogen von 9 Metern um das Tor herum: die Freiwurflinie. Sie ist gestrichelt dargestellt. Von hier aus können die Spieler auf das Tor werfen, wenn die gegnerische Mannschaft einen Fehler oder Regelverstoß begangen hat.

Das, was man vom Fußball als Elfmeter kennt, heißt hier Siebenmeter und funktioniert im Grunde genauso: Ein Spieler tritt im direkten Duell gegen den Torwart der gegnerischen Mannschaft an. Dabei steht er an der so genannten Sieben-Meter-Linie.