Skispringen

Skispringen gehört zum Ski nordisch, Dabei versucht ein Springer über die Anlaufbahn einer Sprungschanze möglichst weit mit Skiern zu springen.

Dabei erreicht er die größten Sprungweiten, die es beim Sport gibt. Seine Körperhaltung ist gestreckt. Bei einem Wettkampf zählt nicht nur die Weite, sondern auch die Sprung- und Haltungstechnik.

Geburtsstunde des Skispringens

Das Skispringen ist nicht so alt: Es entstand vermutlich zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Norwegen. In der norwegischen Provinz Telemark sprangen die Menschen mit Holzskiern über kleine Hügel und Unebenheiten und fanden Gefallen an dieser ungewöhnlichen Sportart.

1879 fand so in Oslo der erste Sprungwettbewerb statt. Seit 1924 gibt es neben den olympischen Sommerspielen auch die olympischen Winterspiele, bei denen vor allen Dingen Skiwettbewerbe ausgetragen werden.

Der Ski

Die Sprungskier bestehen aus mehrschichtigem Kunststoff, sind etwa 2,50 Metern lang, 20 cm breit und wurden speziell für die Skisprungschanzen entwickelt. Laut Wettkampfregeln darf die Skigröße allerdings 146% der Körpergröße des Sportlers nicht überschreiten.

Technik

Der Springer nimmt auf der Sprungschanze in der Hocke auf der Sprungschanze Anlauf, dann springt er ab und streckt sich. Die Skier stehen am besten in einem Winkel von 35° vom Körper ab.

Man kann in unterschiedlichen Stilen springen. Zu Beginn der Skisprunggeschichte sprang man mit geschlossenen Skiern und ruderte wild mit den Armen. Später hielt man die Arme steif am Körper, die Skier waren parallel.

Heute ist die üblichste Sprungtechnik die V-Technik: Dabei hält man die Arme am Körper und grätscht die Skier leicht auseinander, so dass sie die Form eines V bilden. Gelandet wird heute meist mit dem Telemark, benannt nach der Ursprungsregion des Skisprungs.

Das ist eine Art Ausfallschritt, bei dem das hintere Bein stark gebeugt wird. Man kann allerdings auch mit parallelen Skiern landen in der so genannten Parallellandung.

Die Sprungschanze

Gesprungen wird von Sprungschanzen, die vom Internationalen Skiverband (FIS) genehmigt sein müssen. Eine Sprungschanze besteht aus der Anlaufbahn mit dem Ausstieg und dem Startbalken auf dem Anlaufturm.

Hier sitzt der Springer, bevor er startet und hier stößt er sich ab. Am Ende der Anlaufbahn wird das Gefälle auf dem so genannten Schanzentisch flacher. Hier startet der Springer seinen Flug. Nach dem Flug landet der Springer nicht auf dem Lande- sondern auf dem Aufsprunghang. Auf diesem Hang markieren Linien die Weiten.

Auf der Auslaufbahn bremst der Skispringer dann ab. Die Höhe der Skisprungschanze wird von dem Punkt aus gemessen, an dem der Hang flacher wird (dem so genannten Konstruktions- bzw. K-Punkt).

So ergeben sich nach der Größe unterschiedliche Schanzentypen:

Bei der kleine Schanze liegt der K-Punkt 20-45 Meter unterhalb des Anlaufturms;

Bei der mittlere Schanze liegt der K-Punkt 46-74 Meter unterhalb des Anlaufturms;

Bei der Normalschanze liegt der K-Punkt 75-100 Meter unterhalb des Anlaufturms;

Bei der Großschanze liegt der K-Punkt 100-130 Meter unterhalb des Anlaufturms.

Rekorde im Skispringen

Den Weltrekord im Skifliegen der Männer hält der Norweger Bjørn Einar Romøren mit 239 Metern. Bei den Frauen hat die Österreicherin Daniela Iraschko mit 206 Metern die Nase vorn.