Snowboard

Das Snowboardfahren ist eine Wintersportart, bei der man mit Hilfe eines Brettes, dem Snowboard, durch schwingende Bewegungen einen Hang hinab fährt. Dabei steht man mit beiden Beinen auf dem Brett.

 

 

Geburtsstunde des Snowboardfahrens

Das erste snowboardähnliche Sportgerät wurde etwa 1900 vom Österreicher Toni Lenhardt erfunden. Der so genannte „Monogleiter“ war sehr beliebt und bereits 1914 fand die erste Meisterschaft im Monogleiten statt. Das richtige Snowboard entwickelte sich allerdings erst später.

1963 versuchte der amerikanischen Surfer Sherman Poppen mit Hilfe von Brettern und zusammengebundenen Skiern, die er mit Schnallen an seinen Füßen befestigte, auf Schnee ähnliche Bewegungen zu machen, wie auf dem Wasser.

Der Achtklässler Tom Sims machte eine ähnliche Erfindung für ein Schulprojekt: das Ski Board. Im Grunde kann man sagen, das Snowboard hat einen amphibischen Vorfahren: das Surfbrett. Daher stammt auch die Bezeichnung, die manche Snowboarder sich selbst geben: Snurfer – Surfen auf dem Schnee (engl. snow). Im Laufe der Jahre wurde immer weiter an der Verbesserung des Sportgerätes gefeilt. So entstanden auch neue Wintersport-Kreationen, wie zum Beispiel das Swingbo.

Erst ab 1980 bekam das Snowboard die heutige Form. Nachdem es die Herzen der amerikanischen Sportler erobert hatte, wurde es Ende der 80er Jahre auch in Europa immer beliebter. Heute zählt es weltweit zum so genannten Breitensport und ist bei Jugendlichen mindestens genauso beliebt wie Skifahren.

Es gibt mittlerweile sogar einen Tag, an dem besonders auf diese Sportart hingewiesen werden soll: Den World Snowboard Day am 21. Dezember. Seit 1998 ist das Snowboarden außerdem eine olympische Disziplin der Winterspiele.

Das Sportgerät

Der Name Snowboard sagt eigentlich schon ziemlich viel: Es handelt sich um ein Brett, mit dem man auf dem Schnee gleiten kann: Ein „Schnee-Brett“. Es besteht zu großen Teilen aus Holz, außerdem aus Kunststoff, Karbon-Kevlar, Glasfaser oder Aluminium. Vorn und hinten ist es abgerundet und leicht nach oben gebogen und in der Mitte ein wenig schmaler, als an den Enden (tailliert).

Außerdem hat es eine Schuhbindung, die je nach Fahrstil unterschiedlich auf dem Board angebracht sein können. Denn es gibt drei unterschiedliche Arten, wie man auf einem Snowboard stehen kann: Die Regular- (linker Fuß steht vorn), die Goofy- (rechter Fuß steht vorn) und die Duckstance-Stellung (wird hauptsächlich von Freestyle-Snowboardern verwendet, die häufig springen).

Dementsprechend ist die Bindung auf dem Snowboard nach schräg rechts bzw. nach schräg links geneigt. Je nachdem, auf welchen Pisten du snowboarden willst und welche Techniken du fahren möchtest, gibt es unterschiedliche Snowboardtypen: Carving-Board: Hier fährst du nur auf der Kante des Snowboards, ähnlich wie mit Carving Skiern. Race-Board: Wie der Name schon sagt sind diese Boards auf das Fahren von Rennen ausgelegt.

Deswegen sind sie etwas steifer und ein wenig länger als andere Snowboards. Freeride-Board: Diese Boards sind biegsamer und klein und du kannst mit ihm rückwärts fahren und kleine Tricks machen. Freestyle-Board: Das ist das klassische Sprungsnowboard für die Halfpipe.

Es gibt aber auch ein Snowboard, mit dem man alle Techniken fahren kann: Deswegen ist das Allround-Snowboard das klassische Anfängersnowboard.

Die Strecke

Die Strecken umfassen normale Skipisten, die sich die Snowboarder mit den Skifahrern teilen müssen. Deswegen geraten beide Sportlergruppen oft aneinander.

Es gibt aber auch Strecken, die speziell fürs Snowboardfahren entwickelt wurden: Die so genannten Fun Parks. Zu einem Fun Park gehören Rails (engl. für Schienen oder Geländer), also künstliche Hindernisse, die an Geländer erinnern und die man auch beim Skateboarden findet, Half- und Quaterpipes (halbe und ganze Röhren-Pisten), Rampen, Cornerjumps (engl. für Ecksprünge) und Sprungschanzen für Straight Jumps – also Sprünge in große Höhen, bei denen das Snowboard über den Kopf gehoben wird.

Rekorde im Snowboardfahren

Der beste Snowboarder ist der Norweger Terje Håkonsen. Er hält den Rekord mit drei Goldmedaillen. Die Deutsche Sandra Farmand ist die beste Snowboarderin. Sie hat ebenfalls bei internationalen Wettkämpfen drei Goldmedaillen ergattern können.