Diskuswurf (Leichtathletik)

Diskuswerfen ist eine der ältesten der vier olympischen Wurf- und Stoßdisziplinen der Leichtathletik. Ziel ist es, eine linsenförmige Scheibe möglichst weit auf ein begrenztes Wurffeld zu werfen.

 

 

Geburtsstunde des Diskuswurfs

Der Begriff Diskus stammt vom altgriechischen Wort Diskos und bezeichnet eine Scheibe oder eine Platte aus Holz, Metall oder Stein. Der Diskuswerfer war zu Zeiten der Antike einer der beliebtesten Sportler. Nicht umsonst wurden diese Athleten oft als Marmorstatuen abgebildet.

708 vor Christus wurde das Diskuswerfen zum ersten Mal bei den olympischen Spielen der Antike in Griechenland ausgeführt. Im antiken Olympia musste der Diskobolos, der Diskuswerfer, aber noch vier andere Sportarten ausführen.

Das Diskuswerfen zählte nämlich zum antiken Fünfkampf. Der Diskus war sogar einige Zeit eine Jagdwaffe. Sein Rand war dazu angeschliffen worden und im Flug konnte er Beutetieren schwere Verletzungen zufügen.

Das Wurfinstrument und das Wurffeld

Geworfen wird eine flache, linsenförmige Scheibe, der so genannte Diskus. Er ist in Größe und Gewicht je nach Geschlecht unterschiedlich. Der Diskus für Männer wiegt 2 kg, hat einen Durchmesser zwischen 21,9 und 22,1 Zentimetern und ist 4,4 bis4,6 Zentimeter hoch. Bei Frauen wiegt er genau die Hälfte, also 1 Kilogramm, besitzt den Durchmesser 18,0 bis 18,2 Zentimeter und ist zwischen 3,7 und 3,9 Zentimeter hoch.

Der Diskus ist entweder aus Holz, Kunststoff oder Kohlefaser und hat an der Außenkante und an seiner Ober und Unterspitze einen Metalleinsatz. Der Werfer steht beim Werfen in einem Wurfring mit einem Durchmesser von 2,5 Metern, welchen er während des Wurfes nicht verlassen darf.

Übertritt er die Linie, wird der Wurf nicht gewertet. Beim Wettkampf hat jeder Werfer 6 Versuche. Nach den ersten drei Würfen kommen die acht Werfer mit den größten Distanzen in die Endrunde. Der schlechteste beginnt, der zweitschlechteste folgt und so weiter.

Die Wurftechnik

Beim Diskuswurf unterteilt man in verschiedene Phasen: Die erste Phase ist die Drehphase. Hier nimmt der Werfer Schwung für den Wurf. Wie viele Drehungen dabei gemacht werden, ist unterschiedlich. Vom eineinhalb Umdrehungen bis zum Standwurf (halbe Drehung) ist alles erlaubt.

Die zweite Phase ist die Umschwungphase. Hier tritt der Werfer mit seinem rechten Fuß entgegen die Wurfrichtung. In der letzten und entscheidenden Hauptbeschleunigungsphase schleudert der Werfer den Diskus hinter seinem Rücken nach vorn und wirft ihn dann im richtigen Moment nach vorn.