Mittelstrecke (Leichtathletik)

Der Mittelstreckenlauf gehört zur Leichtathletik und bezeichnet das Laufen von Strecken zwischen den kurzen Sprintläufen und den langen Langstreckenläufen. Der Läufer rennt mit einer konstant hohen Geschwindigkeit auf einer Strecke von mehr als 400 und maximal 1609 Metern.

 

 

Geburtsstunde des Mittelstreckenlaufs

Der Mittelstreckenlauf ist ähnlich wie der Langstreckenlauf eine alte olympische Diszplin. Allerdings veränderten sich die genauen Streckenlängen im Wandel der Zeit mit den unterschiedlichen Maßangaben.

So war um 1830 der Halbmeilenlauf (804,5 Meter) sehr beliebt. Seit sich die SI Einheiten mit Metern und Kilometern durchgesetzt haben, orientieren sich die Streckenlängen an diesen Größen.

Selbstverständlich gehören Mittelstreckenläufe seit der Wiederbelebung der Olympischen Spiele 1896 fest zu den Disziplinen der Leichtathletik bei den Olympischen Sommerspielen.

Der Lauf

Der Mittelstreckenläufer startet aus dem Hochstart, also im Stehen, und läuft anschließend die ersten 100 Meter in seiner Bahn, damit es nicht zu Rangeleien kommt. Danach darf er die Bahnen frei wechseln, so dass in einer Bahn etwa zwei Läufer laufen.

Die Streckenlängen sind 800 (zwei Stadionrunden), 1000 (zweieinhalb Stadionrunden) und 1500 Meter (300 Meter und drei Stadionrunden). Dabei läuft der Leichtathlet anaerob (lateinisch für „ohne Luft“). Das heißt, die Muskeln bewegen sich so schnell, dass sie nicht schnell genug mit der erforderlichen Sauerstoff-Energie durch die Atmung versorgt werden.

Der Körper muss also beim Sprinten durch biochemische Prozesse kurzfristig körpereigene Energien freisetzen. Gerade beim 800-Meter-Lauf kann das zur Übelkeit führen.

Bei 1500 Metern ist das anders. Hier fängt der Läufer in aller Regel langsamer an und erreicht erst kurz vor dem Ziel seine höchsten Laufgeschwindigkeiten.

Die Strecke

Zu den Mittelstrecken gehören Streckenlängen, die länger als 400 Meter sind und höchstens bei einer englischen Meile (1609 Meter) liegen.

Der 800-Meter-Lauf entspricht etwa einer halben Meile (804,5 Meter) und ist seit der Wiederbelebung der Olympischen Spiele 1896 eine olympische Disziplin. Für Frauen, die ja erst ab 1928 bei der Olympiade mitmachen durften, ist sie ebenfalls seit 1928 Teil der olympischen Leichathletik.

Der 1500-Meter-Lauf startet in der ersten Kurve, weshalb die Startlinie gekrümmt ist. Er ist ebenfalls seit 1896 für Männer und seit 1969 für Frauen olympische Disziplin. Die längste Mittelstrecke ist die Meilenstrecke, in Anlehnung an die englische Meile.

Sie ist zwar nicht olympisch, aber fester Bestandteil jeder Leichathletikweltmeisterschaft.