Hochsprung (Leichtathletik)

Der Hochsprung ist eine der Sprungdisziplinen der Leichtathletik, bei der ein Sportler versucht, ohne Hilfsmittel so hoch wie möglich über eine Latte zu springen. Um sich nicht zu verletzen, sind hinter der Latte Matten ausgelegt.

 

 

 

Geburtsstunde des Hochsprungs

Der Hochsprung wurde wahrscheinlich zuerst von den Kelten als sportlicher Wettkampf betrieben. Seit dem 19. Jahrhundert gab es in England regelmäßige Hochsprung-Wettkämpfe.

Bei der Wiederbelebung der olympischen Spiele 1896 wurde das Hochspringen für Männer sofort mit in die Leichtathletik aufgenommen. Frauen durften erst seit 1928 an Olympiaden teilnehmen – und seit 1928 sind Frauen auch beim Hochsprung dabei.

Der Sprung

Der Sportler springt über eine 4 Meter lange Latte, die zwar berührt werden, aber nicht herunterfallen darf. Die Sprungart ist dabei nicht vorgegeben, er darf allerdings nur mit einem Bein abspringen.

Die Technik, die sich in den letzten Jahren durchgesetzt hat, weil man mit ihrer Hilfe die größten Höhen erreicht, ist der Fosbury-Flop, oder einfach Flop. Ihren Namen verdankt sie dem amerikanischen Leichathleten Dick Flosbury, der 1968 bei den olympischen Spielen in Mexiko mit ihrer Hilfe Gold gewann.

Man nimmt Anlauf, dreht sich aber beim Absprung so, dass man mit dem Rücken zuerst über die Latte springt, und zieht die Beine dann nach. Nach dem Sprung landet der Springer auf den Matten und rollt sich ab. Der Kopf liegt dabei auf der Brust. Die älteste Methode ist die klassische Frontalhocke bzw. der Hocksprung. Hier nimmt man Anlauf, hockt im Sprung Beine und Arme an und landet dann auf den Füßen.

Beim Schersprung läuft der Springer in einem sehr spitzen Winkel auf die Latte zu, reißt je nach Laufrichtung das Bein, das der Latte am nächsten ist, gestreckt hoch und zieht dann das andere Bein ebenfalls gestreckt nach. Der Oberkörper ist gestreckt. Beim so genannten Rollsprung oder Straddle springt man mit dem Bein, das der Sprunglatte am nächsten ist, vorwärts über die Latte und reißt das Schwungbein dann im Bogen hinterher.

Die Sprungstrecke

Bei dieser Leichtathletik-Sportart braucht man keine Hilfsmittel, aber die richtige Umgebung. In diesem Fall eine Sprunglatte, meist aus Fieberglasfaser, die locker auf zwei Ständern gelagert ist. Wird sie zu heftig berührt, dann fällt sie herunter. Man nennt das auch „reißen“.

Nach dem Sprung landet der Athlet weich auf den Weichboden-Aufsprungkissen. Vor jedem Wettkampf muss der Sportler seine Einstiegshöhe nennen. Anschließend hat er für jeden Durchgang, also pro Sprunghöhe, drei Versuche.

Wenn er zwei Fehlsprünge hat, kann er für den letzten Sprung aussetzen. Dann muss er aber beim nächsten Durchgang, also der nächst höheren Höhe sofort bestehen, denn hier hat er nur noch einen Versuch.

Auch Konzentration ist gefragt, denn wenn er länger als eine bestimmte Zeitspanne (1-2 Minuten) wartet, ist er ebenfalls disqualifiziert.