Torball

Torball ist ein Mannschaftsspiel für blinde Sportler. Drei Spieler versuchen, mit verbundenen Augen einen Ball in ein gegnerisches Tor zu werfen. Die Ohren ersetzen dabei die Augen.

 

 

 

Geburtsstunde des Torballs

Torball hat sich in den 1960er Jahren in Tirol entwickelt. Mit der Zeit mauserte es aber zu einem beliebten Blinden- und Sehbehindertensport. Torball gehört nicht zu den Paralypics, aber es gibt internationale Wettbewerbe.

Spiel

Torball ist eine Mannschaftssportart, bei der ein man möglichst viele Bälle in ein gegnerisches Tor werfen muss. Weil der Ball nur eine geringe Flughöhe hat, bewegen sich die Spieler auf den Knien auf dem Spielfeld.

Sehbehinderte und Blinde spielen Torball gemeinsam. Damit sichergestellt ist, dass alle unter gleichen Bedingungen spielen, müssen alle Spieler eine abgedunkelte Brille (sie so genannte Dunkelbrille) tragen.

Das heißt die Spieler müssen sich ausschließlich auf ihr Gehör und ihren Tastsinn verlassen. Geworfen wird mit einem 450g schweren Gummiball. Er hat ist mit Metallringen gefüllt, die ein Geräusch von sich geben, wenn der Ball in Bewegung ist. Der Klingelball muss innerhalb von 8 Sekunden auf das gegnerische Tor geworfen werden.

Dabei darf man die 40 cm hoch hängenden Leinen weder berühren, noch darf man über sie hinweg werfen. Ein Spiel dauert zwei mal fünf Minuten mit einer mindestens 2minütigen Pause. Durch Auswechseln, Freistöße, oder Time out dauern die Spiel aber meist länger als 12 Minuten.

Mannschaft

Jede Mannschaft hat drei Spieler auf dem Feld und maximal drei auf der Ersatzbank: Die Spieler würfen sich während des Spiels frei im Mannschaftsraum bewegen. Besonders wichtig ist aber gerade bei diesem Spiel auch der Zuschauer!

Der muss nämlich während der gesamten Spielzeit absolut ruhig sein, damit sich die Spieler auf das Klingeln des Balls konzentrieren können!

Spielfeld

Torball wird in Hallen gespielt. So können die Spieler nicht durch Außengeräusche abgelenkt werden. Das Spielfeld ist 7 Meter mal 16 Meter und besitzt zwei Tore. Sie stehen sind an den kürzeren Seiten des Spielfeldes gegenüber und sind genauso breit wie das Spielfeld: 7 Meter. Sie sind 9 Meter breit und 1,3 Meter hoch.

Direkt vor jedem Tor liegen drei Teppichmatten, die den Spielern helfen sich auf dem Spielfeld zurechtzufinden. Vor den beiden Toren befinden sich mit je 7 mal 6 Meter die Mannschaftsräume, die die Spieler während des Spiels nicht verlassen dürfen.

Diese Zone ist auf beiden Seiten durch Leinen begrenzt, an denen Glöckchen hängen. Sie hängen 40 cm über dem Boden und die Spieler dürfen sie während des Spiels nicht berühren, sonst kommt es zum Ballverlust.

Auch die „neutrale Zone“ zwischen den Mannschaftsräumen (4 x 7 Meter) darf nicht betreten werden. Beim Spielverlauf ist es wichtig, dass der Ball keine drei Leinen berührt oder überspringt.